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11. VL-Spieltag: Verdientes 1:5 gegen punktgleichen FC Bad-Dürrheim


Konfuse SVS-Abwehr völlig von der Rolle

Nach einer ordentlichen Leistung mit einer bitteren Niederlage in der letzten Woche beim SV Endingen wollte der SV Stadelhofen am Samstag zuhause im Mührigwaldsportpark gegen den punktgleichen Gegner FC Bad Dürrheim unbedingt einen Dreier landen. Doch nach 90 Minuten mussten die Renchtäler eine höchst deprimierende und auch in dieser Höhe verdiente 1:5 Klatsche einstecken.

5 Fehler, 5 Gegentore, so liest sich die ernüchternde Bilanz vor den 150 Zuschauern, und hätten die Gäste ihre Konterchancen konsequent genutzt, es hätte noch schlimmer für den SVS kommen können. Als Kapitän Felix Schaplewski bereits in der 56. Spielminute den Endstand zum 1:5 für den FC Bad Dürrheim besiegelte, war es ungewöhnlich still im Mührigwald-Sportpark. Der SV Stadelhofen resignierte, ebenso das Umfeld an der Seitenlinie mit den Verantwortlichen und den Fans.
Der Gastgeber kam höchst unkonzentriert in die Partie, wirkte flatterhaft in den Aktionen, produzierte ungewöhnliche Leichtsinnsfehler. Bad Dürrheims Julian Rönnefarth gab bereits in der zweiten Minute einen Warnschuss ab, den SVS-Torwart Sebastian Bell noch parieren konnte, doch eine Minute später nach drei Stadelhofener Ballverlusten in Folge, nahm Nico Tadic aus 25m Maß und versenkte den noch leicht abgefälschten Ball im Tor der Einheimischen. Es dauerte gerade mal bis zur 8. Minute als der SVS sich den nächsten Ballverlust erlaubte, Bad Dürrheim schnell über die rechte Seite mit Dimitri Bärwald reagierte und SVS-Außenverteidiger Daniel Kirn dessen Flanke Mustafa Akgün vor den Fuß köpfte, und dieser wenig Mühe hatte, aus kurzer Entfernung mit einem Seitfallzieher das 0:2 zu markieren.
Die Gäste mussten bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur auf den nächsten Fehler des SVS warten, um ihre Chancen zu kreieren. Tadic hatte in Minute 21 die nächste Möglichkeit, als er viel zu zögerlich angegriffen wurde, doch sein Schuß landete knapp neben dem linken Pfosten. Stadelhofen bemühte sich, versuchte sich vergebens im Kurzpassspiel und suchte mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Und langsam fingen sich die Renchtäler, kamen jetzt zu mehr Ballbesitz und dadurch besser in die Partie. Der schönste Spielzug führte dann auch zum Anschlusstreffer. Endlich gelang es Stadelhofen, das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Als Kirn (26.) über außen herrlich freigespielt wurde, kam dessen Flanke zu Valon Salihu, der den Ball mit voller Wucht per Kopf ins Netz wuchtete. Der Treffer weckte Hoffnung und wirkte wie ein Befreiungsschlag.
Es waren jedoch nur 15 Minuten, in denen die Fans auf die Wende hoffen durften. Kapitän Jonas Frammelsberger kam in der 40 Minute nochmals nach Flanke von Max Wörner zu einer guten Kopfballgelegenheit, doch der Ball ging knapp übers Tor. Und es folgte der nächste Blackout in der Abwehr des SV Stadelhofens. Issiaka Savane unterlief ein Abspielfehler, Nutznießer dieser Aktion war wiederum Mittelstürmer Akgün, der kurz vor der Halbzeit mit einem Aufsetzer aus 16m Torhüter Bell beim 1:3 keine Chance ließ. Die Gäste aus dem Schwarzwald überzeugten bei ihren Aktionen aber auch mit einer sicheren Passgenauigkeit, diese konnte ein unkonzentriert wirkender SV Stadelhofen an diesem Tag bei weitem nicht bieten.

SVS-Coach Daniel Bistricky brachte zur Halbzeit zwei Nico Schwab für den unglücklich agierenden Andre Lamm, und es schien als könnte der Gastgeber mehr Druck erzeugen. Doch die 54. Minute markierte das Ende aller Hoffnungen und besiegelte damit die endgültige Niederlage an diesem Tag. Und die folgende Szene war bezeichnend und zeigte den Unterschied der beiden Mannschaften in diesem Spiel auf. SVS Mittelfeldspieler Michael Schindler wurde in der Hälfte des Gegners gefoult, der folgende Freistoss wurde von Bad Dürrheim abgefangen, die Gäste schalteten schnell um auf Offensive. Schindler wollte den Ball von Tadic zurückgewinnen, konnte sich dabei jedoch nur mit einem Foul behelfen und es gab auf der anderen Seite Freistoß für die Gäste. Akgün trat aus 19m Torentfernung an und verwandelte direkt mit seinem dritten Treffer zum 1:4, unter großer Mithilfe von SVS-Keeper Bell, der den Ball prallen ließ.
Es folgte zwei Minuten später der endgültige Genickschlag für Stadelhofen, als Keeper Bell erneut nicht im Bilde war und Schaplewski keine Mühe hatte, den fünften Treffer für die Gäste zu erzielen. Der SVS stand konsterniert auf dem Feld und Bad Dürrheim hatte Chancen im Minutentakt. Sheriff Bah traf in der 62. Minute nach Ecke nur die Torlatte, dieselbe stand auch wenig später Tadic bei seinem Freistoss nach Foul an Akgün im Weg. Und auch drei Bad Dürrheimer Angreifer schafften es nicht, alleine vor Torwart Bell den Ball im Tor unterzubringen.

Bistricky sprach nach Spielende nicht nur die vielen Unkonzentrierten seiner Spieler an, sondern haderte auch mit der Einstellung seiner Elf. Es bleibt zu hoffen, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war, aber auch bei der nächsten Partie kommenden Sonntag in Denzlingen hängen die Trauben hoch.

FC Bad Dürrheim:
Kapp – Bah (74. Mladoniczky) – Akgün – Tadic – Fantov (66. Becker) - Cil – Woelke – (46. Mladenovic) – Bärwald – Rönnefarth (61. Ikiz) -Ourotagba – Schaplewski

SV Stadelhofen:
BellKirn – Frammelsberger – Wörner (85. Waltersbacher) - Springmann (71. Caspar Y.) – Lamm (46. Schwab) – Savane - Schindler – Ringwald – Kopf – Salihu (71. Caspar L.)

 Tore : 0:1 Tadic (3) – 0:2 Akgün (8.) - 1:2 Salihu (26.) - 1:3 Akgün (41.) - 1:4 Akgün (54.) - 1:5 Schaplewski (56.)

Schiedsrichter : Daniel Roeder (Gundelfingen)

Zuschauer: 150