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9. VL-Spieltag: FFC – Tor-Express auch in Stadelhofen nicht zu stoppen


Fussball-Verbandsliga: 1:5 – Routinierte Gäste entschieden die Partie nach 60 Minuten

Die Tormaschine Freiburger FC schlug auch am Samstag im Mührigwald-Sportpark vor 200 Zuschauern erbarmungslos zu. Die Gäste erzielten nach einer Stunde das zwischenzeitliche 3:1 und hatten danach leichtes Spiel, weil einem leidenschaftlich kämpfenden SV Stadelhofen dann die Kräfte ausgingen.

Wenn Top-Torjäger Marco Senftleber für den Freiburger FC mal nicht trifft, dann tun es die anderen für ihn. Der zusammen mit dem SV Linx für den Aufstieg hochgehandelte Freiburger FC traf fünfmal, und es gab nach 90 Minuten fünf verschiedene Torschützen auf Seiten der favorisierten Gäste. Stadelhofen hatte nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 kurz vor der Halbzeit noch das Spiel bis zur 60. Minute offen halten können, doch dann traf Kapitän Fabian Sutter zum 3:1, diesen Vorsprung ließ sich der Tabellenzweite nicht mehr nehmen und fand zu seinem Rhythmus aus der ersten Hälfte zurück.

Die Gastgeber konnten gegen die Breisgauer allerdings nicht ihre Bestbesetzung aufbieten. Kurz vor Spielbeginn musste Kapitän Jonas Frammelsberger mit Leistenbeschwerden passen, auch die verletzten Nico Schwab und Michael Schindler standen nicht zur Verfügung, Abwehrspieler Markus Felka (privat verhindert) und auch Volker Springmann, der erst kurz vor der Partie von einer Geschäftsreise aus Kanada zurückkehrte und in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, ließ für SVS-Coach Daniel Bistricky wenig Spielraum für taktische Möglichkeiten. Und dennoch kam Stadelhofen in den Anfangsminuten gut ins Spiel, stand zunächst kompakt und hatte auch Ballbesitz. Die Gäste aus Freiburg hatten mit dem einsetzenden Wetterumschwung nach 10 Minuten bereits Erfolg. Mit kräftiger Windunterstützung bliesen sie zum Angriff. Der pfeilschnelle Konrad Faber ging auf der rechten Seite auf und davon, seine präzise Flanke erreichte auf der anderen Seite Matthis Eggert, der mit einem traumhaften Flugkopfball in die lange Ecke traf. Ein Auftakt, der fast nicht zu verteidigen war und dennoch versuchte sich der SVS durch das Freiburger Mittelfeld zu kombinieren. Dieses Vorhaben gelag sehr zaghaft. Was es bedeutet, gegen einen starken Gegner in der Vorwärtsbewegung einen Ballverlust zu produzieren, zeigte die 21. Minute. Der FFC reagierte prompt, war mit 2 Pässen am Sechzehner der Renchtäler, die zwar die gefährliche Situation hätten bereinigen können, doch Mike Enderle profitierte schließlich von einem Mißverständnis zwischen SVS-Innenverteidiger Patrick Ringwald mit Torhüter Sven Lissek und der Freiburger Mittelstürmer vollendete einskalt zum 2:0. Aber Stadelhofen ließ nicht locker und suchte seine Möglichkeiten in der Offensive. Markus Kopf bediente Valon Salihu im Strafraum, der den Ball unmittelbar zurück zum Passgeber spielte, doch der Abschluss von Kopf war zu harmlos und deshalb kein Problem für FFC-Keeper Tim Kodric. Die Freiburger waren immer dann gefährlich, wenn dem Gegner ein Fehlpass unterlief. Enderle nutzte eine solche Situation in der 33. Minute, uneigennützig legte er den Ball quer auf Marco Senftleber, doch der Pass hatte nicht die nötige Präzision und Ringwald klärte zur Ecke. Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit zu zahlreichen Ecken, die alle von Enderle gefährlich vors Tor der Gastgeber geschlagen wurden, doch der Sturm der Gäste konnte kein Kapital daraus schlagen. Der Mut des SVS wurde schließlich in der 44. Minute mit dem Anschlusstreffer belohnt. Freiburgs Abwehr unterlief ein seltener Abspielfehler in der eigenen Hälfte, Mike Menninger reagierte und setzte Salihu im Strafraum in Szene, der routinierte Torjäger ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf aus 11 Metern mitten ins Tor, ohne Abwehrmöglichkeit für FFC-Torwart Kodric.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen bei den Breisgauern zunächst Spielqualität und die gewohnte Souveränität nach, das Aufbauspiel hatte nicht den nötigen Druck nach vorne, und die Renchtäler waren ebenbürtig. Doch genau in diese Phase fiel in der 60. Minute der nächste Treffer für den FFC durch Sutter und das bedeutete das Ende aller Hoffnungen für eine eventuelle Ergebniskorrektur für Stadelhofen. Wiederum der starke Faber hatte diesen Treffer vorbereitet, mit technischer Brillanz und Übersicht legte er den Ball zurück an die Strafraumgrenze und Sutter platzierte den Ball überlegt ins rechte untere Eck. Fast hätte sich der FFC kurz danach mit dem vierten Treffer belohnt. Der SVS bekam einen Eckball zugesprochen, Freiburg wehrte ab und hatte urplötzlich eine 4:2 Überzahlposition, die Faber nicht nutzen konnte, weil SVS-Keeper Lissek seinen Schuss zur Ecke lenken konnte. Doch nach 68 Minuten war der SVS-Torwart dann doch geschlagen, ein Pass von Faber wurde ins lange Ecke abgefälscht und es hieß 1:4. SVS-Trainer Bistricky hatte sich mit der Niederlage abgefunden und zwei Akteuren aus dem Perspektivteam eine Einsatzchance gegeben. Die Kräfte schwanden bei den Renchtälern und so gelang dem eingewechselten Karl Luis Dees zwei Minuten vor Spielende noch das fünfte Tor für die Gäste, die einen verdienten Sieg aus dem Mührigwald-Sportpark mit nach Hause nahmen. Somit geht zumindest vorerst der Zweikampf an der Spitze zwischen Linx und dem FFC in die nächste Runde. Für die Renchtäler stehen nun mit den beiden nächsten Spielen auswärts in Endingen und dem darauffolgenden Heimspiel gegen Bad Dürrheim richtungsweisende Partien ins Haus.

SV Stadelhofen: Lissek – Caspar L. (76. Waltersbacher) - Kirn – Caspar Y. (76. Klein) - Wörner – Lamm – Menninger (46. Springmann) – Savane – Ringwald - Kopf – Salihu

Freiburger FC: Kodric – Sutter (76. Fischbach) – Enderle (66. Bernauer) – Koberitz - Reinhardt – Senftleber M. (79. Garcia-Stein) – Faber – Senftleber K. - Gehring – Dreher – Eggert (71. Dees)

Tore : 0:1 Eggert (10.) - 0:2 Enderle (21.) - 1:2 Salihu (44.) - 1:3 Sutter (60.) - 1:4 Faber (68.) - 1:5 Dees (88.)

Schiedsrichterin: Noemi Topf (VS-Pfaffenweiler)

Zuschauer: 200